NewsNews

09.02.2011 | 15 PROZENT WENIGER SOLAR-SUBVENTIONEN

manager magazin 20.01.2011

15 Prozent weniger Solar-Subventionen

Solarmodule auf einem Gebäudedach: Subventionen für die Installation sinken

Umweltminister Norbert Röttgen (CDU) und die Solarbranche haben eine bis zu 15-prozentige Kürzung der Subventionen für Sonnenstrom beschlossen. Die gehen in die Milliarden, der mächtige Solar-Ausbau macht auch Deutschlands Stromnetz zu schaffen. Der nächste Kürzungsschritt steht bereits bevor.

Berlin - Die vorgezogenen Förderkürzungen für Solarstrom sind unter Dach und Fach. Der Bundesverband Solarwirtschaft (BSW) bestätigte am Donnerstag die Einigung mit dem Bundesumweltministerium über eine zusätzliche Reduzierung der Einspeisevergütung zur Jahresmitte um bis zu 15 Prozent.

Die Höhe der vorgezogenen Reduzierung richtet sich danach, wie viele Photovoltaikanlagen von März bis Mai neu ans Netz gehen. Mit einer weiteren und bereits sicheren Kürzung um 9 Prozent Anfang 2012 könnte die Vergütung so um bis zu 24 Prozent auf rund 22 Cent pro erzeugter Kilowattstunde Solarstrom sinken.

Die Summe der neuen Anlagen aus diesem Zeitraum wird dann mit vier multipliziert und somit auf das Jahr hochgerechnet: Kommt man so auf mehr als 3500 Megawatt neuinstallierte Leistung, gibt es zum 1. Juli drei Prozent weniger Fördergeld pro erzeugter Kilowattstunde. Bei 4500 Megawatt (MW) wären es 6 Prozent, bei 5500 MW werden es 9 Prozent und bei 6500 MW dann 12 Prozent weniger. Erst bei mehr als 7500 MW würde die Kürzung um 15 Prozent greifen.

Die Regierung will auch aus Gründen der Netzstabilität den Zubau abbremsen, zudem wird ein Ausufern der Förderkosten befürchtet. Schon zum 1. Januar war die Förderung für Dachanlagen um 13 weitere Prozent auf 28,74 Cent je Kilowattstunde gekürzt worden, Anfang 2010 waren es noch 39,14 Cent.

Vor allem wegen der deutlichen Zunahme an Photovoltaikanlagen - 2010 wurde mit 7000 bis 8000 Megawatt eine Leistung von mehreren Kraftwerken neu installiert - stieg die von allen Verbrauchern zu zahlende Ökostromumlage von rund 2 auf 3,53 Cent pro Kilowattstunde.