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11.11.2010 | PV-STROM BIS 2020 WETTBEWERBSFÄHIG
11.11.2010: Die Photovoltaik kann bei gezielter Steuerung in Deutschland bis 2020 einen wesentlichen Beitrag zu einer Umstellung auf 100% Erneuerbare Energien leisten.
Damit die Technologie ihr Potenzial voll entfalten kann und der Solarstrom preislich wettbewerbsfähig wird, müssen in den kommenden Jahren die spezifischen Vorteile der PV genutzt werden, und die Wettbewerbsfähigkeit der Branche muss erhalten bleiben. Das ist das Ergebnis einer Studie von Roland Berger und dem Prognos-Institut für den Bundesverband Solarwirtschaft (BSW-Solar), die heute der Öffentlichkeit vorgestellt wurde. Die Branche muss demnach bis 2020 eine Reihe von Zielen realisieren: Dazu zählt laut Berger/Prognos, dass die Systempreise bis dahin um mehr als 50% sinken. „So könnten bereits 2017 erste Anlagen im Haushaltssegment ohne Förderung auskommen.“ Bis 2020 sei mindestens das Ausbauszenario des Nationalen Aktionsplans für Erneuerbare Energien (NAP) der Bundesregierung zu schaffen. Trotz eines Anwachsens der installierten PV-Leistung auf 52 bis 70 GW lasse sich die Umlage für Solarstrom auf 2 ct./kWh begrenzen: Die Umlage werde zwar zunächst durch den erwarteten Zubau von 8 bzw. 6 GW bei Solarstromanlagen in 2010 und 2011 nach oben getrieben, ab 2012 sei aber damit zu rechnen, dass sich der Zubau bei etwa 3 bis 5 GW p.a. einpendle.
„Wir haben in unserer Studie die Leistungsfähigkeit der PV-Technologie eindeutig festgestellt. Nun kommt es darauf an, dass die Solarwirtschaft in Deutschland in den nächsten Jahren ihren potenziellen volkswirtschaftlichen Nutzen voll ausspielt“, sagte Torsten Henzelmann von Roland Berger Strategy Consultants. Für die nötige Technologieentwicklung soll die Branche selbst sorgen. Mindestens 5% des Umsatzes seien in Forschung und Entwicklung zu investieren, damit die gegenwärtige Technologieführerschaft in Deutschland auch in Zukunft weiter bestehe.
„Solarstrom hat besondere Vorteile“, ergänzte Henzelmann. „Verbrauchernahe Erzeugung, leichte Installation und Wartung, unbegrenzte Verfügbarkeit, Erzeugung nahezu ohne Konkurrenz zu anderen Nutzungen und die Abdeckung der Spitzenlast. Diese Vorteile sorgen bei regional verteiltem Zubau für eine bezahlbare und nachhaltige Stromerzeugung, die sich in das Gesamtenergiesystem integriert und einen wesentlichen Beitrag zur Energieversorgung leistet.“ Bis 2020 könne die PV-Technologie durch Investitionen in weitere Produktion und Innovationen entlang der gesamten Wertschöpfungskette einen Ausgleich der volkswirtschaftlichen Gesamtbilanz schaffen und bis 2030 sogar einen positiven Beitrag von insgesamt mindestens 25 Mrd. Euro.
Link zur Studie „Wegweiser Solarwirtschaft - PV-Roadmap 2020“ auf www.solarwirtschaft.de. (vu)